Norderweiterung gen Paradies

eine berauschte Gartenschau

... feierte am 6.6.2015 eine berauschte PREMIERE.
Die NOZ betitelte sie als “erlebnisreiche Garten-Groteske” und schrieb weiter: “An wechselnden Spielorten ließ die Inszenierung des Piesberger Freilauftheaters die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen und band die Naturkulisse des Piesbergs dabei gekonnt mit ein.”
Vier weitere ausverkaufte Aufführungen folgten und berauschten wohl auch zumindest Teile des mitwandernden Publikums…

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ein Rückblick auf frühere FreiLAUFtheater-
projekte:

Piesberger FreiLAUFtheater: Matsch im Schuh gehört dazu…

Der Landfahrerplatz wird zur Zirkusarena,
auf der Felsrippe stirbt eine alte Dame,
am Kanal verhökert ein Makler wertvolles Bauland.

Ein Berg mit einem großen Loch, Stollen und Höhlen, Industrieruinen, alte Dampfzüge, uralte Bäume und verborgene Winkel – in solch einer Umgebung erlebt die Phantasie fast zwangsläufig Höhenflüge. So sind die Kulturplaner des Piesberger Gesellschaftshauses zu Spezialisten für Außeninszenierungen geworden.

Der Begriff Piesberger FreiLAUFtheater umschreibt eine Veranstaltungsform, in der Orte rund um den Piesberg zu Schauplätzen eines theatralen Geschehens werden und das Publikum sich gemeinsam mit den Akteuren durch diese „Theaterlandschaft“ bewegt – zu Fuß, mit der Eisenbahn, im Bus, auf der Draisine etc.

Es begann an einem wunderbaren Spätsommerabend im Jahr 2001. Auf dem Bahnsteig des Zechenbahnhofs Piesberg fand eine Lesung statt. Ihr Titel lautete „Reisen und Speisen“. Auf dem Bahnsteig war eine lange Tafel aufgebaut, an der das Publikum Platz nahm. An den Kopfenden lasen und spielten zwei Schauspielerinnen zum Titelthema. Ehrenamtlich Aktive des Gesellschaftshauses reichten dazu passende Speisen. In den Lesepausen musizierte ein Cellist auf und zwischen historischen Eisenbahnwaggons und Dampfloks. Es wurde ein Abend, über dessen Ende alle ein wenig traurig waren – mit amüsanten und nachdenkenswerten Geschichten, schmackhaften Speisen, Musik, die sich mit dem Gelände verwob. Ein traumhafter Sonnenuntergang, eine Atmosphäre, die alle gern festgehalten hätten!

Nach diesem Abend sprossen die Ideen: Orte rund um das Gesellschaftshaus mit künstlerischen Ausdrucksformen, mit Theater, Tanz, Malerei, Musik neu zu gestalten, Orte dieser Industriekulturlandschaft zu Bühnen werden zu lassen, Kunst, Kultur und Landschaft im Sinne von Soziokultur weiterzuentwickeln.

Die Regisseurin und Schauspielerin Sigrid Graf, die von Anfang an beteiligt ist, greift die thematischen Vorgaben der Kulturplaner des Gesellschaftshauses auf, entwickelt sie künstlerisch weiter und führt dabei sowohl verschiedene Sparten, als auch Profis, Amateure und Laien zusammen.

Die BesucherInnen sind in Wanderschuhen und mit Thermoskanne für eine zwei- bis dreistündige Theaterwanderung bestens gerüstet. Wer sich aber vor matschigen Nachtwanderungen und dunklen Tunneln allzu sehr fürchtet, der ist im heimischen Puschenkino besser aufgehoben.


Reisen & Speisen 2001

Vernissage perdu – eine kriminelle Fahrt ins… Ungewisse 2002/2003

Gleisanschluss zur Unterwelt – als das Reisen noch fabelhaft war… 2005

Hai am Hafenkai – Eine Affäre um Wachstum und Eigenheim 2006

Kur mit Schatten – eine Krimi-Tour für Hypochonder und Hasenfüße 2007

Gipfelglück mit Herzschrittmacher. Eine theatralische Gratwanderung für die Alten von morgen 2008

Windbraut unter Energiepiraten. Ein Theater-Parcours zwischen Windrad-Riesen und Mammutbäumen 2009

In Hanglage – Eine Eisenbahnexpedition in den endgültigen Ausstieg 2010

Unter Nachbarn – Theater zwischen Vorgarten und Hinterhof 2011

Schwein haben oder Schwein sein – Ein viehisches Biomärchen mit viel Natur 2012

Speicher 49 – Du warst noch nie so glücklich 2014